Pankratius: Nomen est omen - „AllKraft“.
Pankratiuskirche: älteste Kirche der Stadt Gmünd (13. Jahrhundert).
Pankratium: Name jenes Gebäudes, das die Künstlerstadt Gmünd weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt macht: pankratiumgmünd, „Das Haus des Staunens“.
In unserer an Angeboten überreichen Zeit drohen wir zu verlernen, was als „Kultur des Staunens und der Überraschungen“ bezeichnet werden kann. Dieser Tendenz steuert das pankratiumgmünd, „Das „Haus des Staunens“, seit sechs Jahren entgegen. Mit der 2006+2007 gezeigten Erlebnis·Schau WasserWelt, die in die regionale Schwerpunktaktion „Inspirierende WasserKraft“ eingebunden war, sowie 2008 mit WasserKLANGtRÄUME wurde eine beachtliche internationale Ausstrahlung erreicht, die 2009 bis 2011 mit der Kunst und Wissenschaft vereinenden Schau mit den augen hören - mit den ohren sehen ihre Fortsetzung erfährt.
Bis 2004 hatte das ehemalige St. Antonius-Spital als Altenwohnheim gedient. Die Errichtung des pankratiumgmünd erforderte eine umfassende Adaptation dieses in seiner ältesten Bausubstanz 700 Jahre alten Gebäudes. Zahlreiche Umbauten, vor allem Rückbauten in den originalen Bestand, waren notwendig, doch ist noch Vieles zu leisten. Das für Renovierung und Adaptierung des Hauses sowie für die Bereitstellung der Ausstellungsobjekte geringe Budget wurde von den Ausstellungsleitern als Chance begriffen. Bestehende Wissenschafts-Erlebnis-Zentren („EXPLORATORIUM – the museum of science, art and human perception” San Francisco, TECHNORAMA Winterthur, phæno Wolfsburg, u.a.) verfügen über ein Vielfaches an Quadratmetern Schaufläche, ein Vielfaches an Budget, ein Vielfaches an Ausstellungsobjekten. Das pankratiumgmünd lebt hingegen von der Intimität seiner Räume, der überschaubaren Anzahl an Exponaten und der Ausrichtung für die Wahrnehmungswelt und die kreativen Bedürfnisse der Kinder.
Für die zuvor genannten großen Präsentationen kennzeichnend ist der enge Bezug zu Wissenschaft und Technik. Auch diesbezüglich zeigt sich das pankratiumgmünd anders: Die Ausstellungsstücke, technisch perfekt gefertigt, stammen von Künstlern, wodurch die Idee des künstlerischen Unikats und der kreativen Phantasie im Vordergrund steht gegenüber dem primär technisch-naturwissenschaftlichen Verstehenshorizont.
Sowohl bei der Adaptation des Hauses wie bei allen Ausstellungsgestaltungen federführend war der international bekannte Gmündner Musiker, Harmoniker und künstlerische Leiter des pankratiumgmünd, Manfred Tischitz, der mit unermüdlicher, inspirierender Energie eine Vision verwirklicht hat. Namhafte Künstler, Forscher, Architekten und Universitätsprofessoren arbeiten, häufig ehrenamtlich, an der gedeihlichen Entwicklung des pankratiumgmünd mit.
Das pankratiumgmünd, mit mittlerweile mehr als 100.000 Besuchern, hat sich zu einem Begegnungszentrum für Kinder und Erwachsene sowie zu einem Kreativzentrum von Kunst und Wissenschaft entwickelt und sich dabei als international beachtetes Erfahrungsfeld des Staunens etabliert. Der Erfolg, der sich 2006-2011 eingestellt hat, ist eine gute Basis für die nächsten Jahre, in denen das pankratiumgmünd weiterhin Präsentationen und Workshops zur Welt der Phänomene und ihrer Wahrnehmung anbietet. Dabei wird durch die Kunst, die in der Künstlerstadt Gmünd naturgemäß eine vorrangige Rolle einnimmt, ein besonderer Akzent gesetzt. Aber immer wird es um das Staunen und um Überraschungen gehen, um staunendes Begreifen und Neugier.
PANKRATIUM gmünd
„Das Haus des Staunens“
9853 Gmünd/Kärnten
Tel (+43) 04732 31144
info@pankratium.at
www.pankratium.at